Da ich in unserem aktuellen Mietshaus die Heizung mit Homematic IP Heizkörperthermostaten ausgestattet habe, wollte ich dies ausnutzen und Erfahrungen sammeln, wie ich unsere Smart Home Umgebung zukünftig aufstellen werde.

Aktuell nutzen wir den Homematic IP Access Point, dieser wird aber nicht mit unserer Zukunftskonfiguration funktionieren. Deswegen habe ich mir eine Raspberry Pi 3 Model B+ mit der ELV Funk-Modulplatine RPI-RF-MOD bestellt.

Wie ich im Beitrag Smart Home: Kabel oder Funk erwähnt hatte, gab es die Entscheidung, openHAB zu installieren. Deswegen habe ich OpenHABian heruntergeladen und das Ganze zusammen mit piVCCU aufgesetzt.

Leider fand ich das OpenHAB-System etwas zu träge und speziell was die Automatisierung angeht, war es extrem umständlich mit der Syntax bestimmte Aktionen durchzuführen.

Dazu kommt noch, dass die letzte stable version 2.4 vom 17. Dezember 2018 stammt und ich leider keine einfache Möglichkeit gefunden habe, die Heizprofile für die Heizkörperthermostate durch eine Automatisierung anzupassen.

Beim Recherchieren über Lösungsansätze im OpenHAB Forum, bin ich auf einen Beitrag gestossen, in welchem über die Zukunft von OpenHAB diskutiert wurde. Dort wurde Home Assistant als eine Alternative vorgeschlagen.

Home Assistant

Home Assistant ist auch ein Opensource Haus-automatisierungs-hub ähnlich wie OpenHAB. Hat aber einen viel schnelleren Releasezyklus sowie eine große Anzahl an Integrationen. Dadurch, dass Home Assistant in Python programmiert ist, fand ich es für mich auch einfacher, dort Erweiterungen selbst durchzuführen.

Home Assistant kann auch problemlos mit piVCCU zusammen auf einer Raspberry Pi laufen. Beide Systeme sind virtualisiert, aber sobald man zu viel Integrationen hat, kommt man zu RAM Probleme. Zum testen reicht es aber.

Aktuell läuft seit 5 Monaten Home Assistant zusammen mit piVCCU auf der Raspberry Pi problemlos. Inklusive Mobiler App und Google Assistant Integration. Tag für Tag baue ich neue Automatisierungsprozesse ein und teste verschiedene Szenarien, welche wir in unserem zukünftigen Haus haben könnten.

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Bestellung Raspberry Pi 3 B+ mit Funk-Modulplatine RPI-RF-MOD

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ELV Charlie Gehäuse

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Funk-Modulplatine RPI-RF-MOD

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Aufbau Raspberry Pi 3 B+ mit Funk-Modulplatine RPI-RF-MOD

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4 Kommentare

Rafael · 16.12.2019 um 10:45

Wie hast du das „RPI-RF-MOD“ aktivieren können? Ich bekomme es leider nicht zum laufen 🙁

    Marco · 22.01.2020 um 09:24

    Ich habe piVCCU installiert, da sind die Kerneldriver mit drin. Alternativ kannst du ja debmatic oder RaspberryMatic einsetzen, diese funktionieren auch mit das „RPI-RF-MOD“. Du kannst dann von Homeassistant auf die IP der installierten CCU zugreifen.

    Die CCU welche Hassio anbietet, habe ich nicht probiert, weiss nicht ob dort Driver für das „RPI-RF-MOD“ mit drin sind.

julian · 16.06.2020 um 21:56

Kannst du bitte deine Installation hier zur Verfügung stellen? ich möchte es genau so machen hassio mit pivccu und deconz als add-on auf einem Pi laufen lassen, damit kann ich von 3 Geräten auf 1 runter. Aktuell ist ne hue ne piccu und en hassio bzw. aktuell noch ein iobroker, aber den möchte ich mit hassio ersetzen. Aber ich bekomme es patu nicht hin.

    Marco · 28.06.2020 um 11:45

    Nachdem ich das ganze testweise bei mir angefangen habe aufzubauen und zu nutzen, kann ich dir nicht empfehlen alles auf einer Pi laufen zu lassen. Durch die virtualisierung beider Systeme, reicht die verfügbare RAM auf gar keinen Fall aus. Wenn du wirklich nur 1 Gerät haben möchtest, empfehle ich dir ein Intel NUC, mit z.B. Proxmox als virtualisierungsschicht. Mit dem HB-RF-USB(2) kannst du ja das Homematic Funkmodul per USB an ein x86 System anschliessen.

    Die neue rPi 4 mit 8 GB RAM, könnte auch funktionieren, da habe ich aber noch keine Erfahrung gesammelt ob die CPU dann eher der Engpass sein könnte. Wenn du über diesen weg gehen willst, dann solltest du raspbian installieren, debmatic für die CCU und Home Assistant über den deprecated, aber noch funktionierenden, supervised-installer zu installieren.

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